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1 . Diese Terrarien gibt es

 

Von 0 – 750 Beinen ist alles dabei. Steht der Plan „Terrarium kaufen“, müssen also erstmal Füßchen gezählt werden! Denn die Auswahl des besten Terrariums hängt von dem Tier ab, welches darin zukünftig verweilen darf.

 

Je nach Bedürfnis des Tieres unterscheidet man acht Typen von Terrarien:

Da gibt es zum einen das Aquaterrarium. Es kennzeichnet sich durch die Aufteilung in Wasser- und Landteil. Allerdings kann man dabei noch abgrenzende Unterschiede benennen. Es wird unterschieden zwischen dem Plaudarium, wofür eine Sumpflandschaft charakteristisch ist (kleiner Wasseranteil), dem Riparium, welches eine Uferlandschaft nachbildet (großer Wasseranteil), und dem Rivarium, für welches die Nachbildung eines Bachlaufes typisch ist. Reptilien, welche die Unterkunft in einem Aquaterrarium bevorzugen, sind zum Beispiel die südliche Zierschildkröte und die südliche Schwimmnatter. Auch unter den Amphibien gibt es Arten, die das Vorhandensein von Wasser im Terrarium begrüßen, wie zum Beispiel der Rotaugenlaubfrosch und der chinesisches Feuerbauchmolch.

Das Gegenteil des Aquaterrariums stellt das Trockenterrarium dar. Es umfasst alle Terrarien, die trocken und beheizt sind. Allerdings kann man auch hierbei Unterscheidungen vornehmen, die von der Dekoration und Einrichtung des Terrariums abhängen. Es gibt das Wüstenterrarium, das Steppenterrarium, das Savannenterrarium und das Felsterrarium. In Trockenterrarien machen es sich gerne Spinnentiere bequem, wie zum Beispiel die Rotbeinvogelspinne oder der nordafrikanische Dickschwanzskorpion. Auch die beliebten Bartagamen, zur Klasse der Reptilien gehörend, präferieren ein trockenes Gelände in ihrem Terrarium.

Werden in einem Terrarium die Tropen nachgebildet, so wird das Ergebnis als Regenwaldterrarium beschrieben. Es zeichnet sich durch einen sehr kleinen Wasseranteil aus. Das Regenwaldterrarium bietet sich sowohl für einige Amphibien (z.B. Dreistreifenbaumsteiger), als auch für bestimmte Reptilien (z.B. Dickkopfanolis) und Spinnentiere (z.B. Blaue Burmavogelspinne) an.

Ein Zwischending zwischen dem Trocken- und dem Regenwaldterrarium ist das Waldterrarium. Darin herrschen mit einer Luftfeuchtigkeit, die zwischen der in Trocken- und Regenwaldterrarium vorherrschenden Luftfeuchtigkeit liegt, die Bedingungen einer halbfeuchten und halbtrockenen Waldlandschaft. Ein Waldterrarium kann Reptilien (z.B. Zweihornchamäleon oder Kragenechse), Spinnentiere (z.B. Tigervogelspinne) und auch Insekten (z.B. Australische Gespenstschrecke) beherbergen.

Es gibt auch Terrarien, die die Haltung der Bewohner im Freien simulieren sollen. Man nennt sie Freilandterrarien. Sollen Kröten, Echsenarten oder bestimmte Landschildkröten darin Unterkunft finden, wird eine Trockenlandschaft kreiert. Wenn hingegen Molche, Unken und bestimmte Krötenarten darin einziehen, bietet sich die Gestaltung einer Sumpflandschaft an. Froschlurche, Salamander, Nattern und Wasserschildkröten bevorzugen Teichlandschaften.

Möchte man sich Ameisen für sein Terrarium kaufen, züchten und beobachten, so ist findet sich auch dafür der entsprechende Unterschlupf. Das Heim dieser Tiere nennt sich dann Formicarium.

Das Insektarium macht schon mit seinem Namen deutlich, was in ihm krabbelt. In der Nachbildung eines natürlichen Lebensraumes werden sich bestimmte Insektenarten aufhalten, zum Beispiel Gottesanbeterinnen, Hundertfüßer oder Taranteln. Wirbellose sind grundsätzlich weniger anspruchsvoll als Reptilien und Amphibien, weshalb bei der Konstruktion eines Insektariums bestimmte Aspekte, wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur, nicht all zu intensiv bedacht werden müssen.

Ist ein Tier krank und die Ausbreitung der Krankheit soll verhindert werden, so zieht das betroffene Tier in ein isoliertes Behältnis ein. Dieses nennt man dann Quarantäneterrarium.